Am 14.11.2025 brachen die 9. Klassen der Sachsenring-Oberschule ins KZ Flossenbürg auf. Im Geschichtsunterricht wurde die Exkursion vorbereitet und im Bus erhielten die Schüler Aufgaben, zu denen sie sich vor Ort informieren sollten.
In Flossenbürg erhielt jede der vier Klassen ihren eigenen Guide, der jede Menge Informationen rund um die Errichtung und den Aufbau des Lagers, den Tagesablauf der Häftlinge und den unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Menschen sich vor allem im angrenzenden Steinbruch zu Tode schuften mussten, vermittelte. Schülernah und informativ erhielten die Schüler einen Einblick in die Geschehnisse der damaligen Zeit. Als Gebäude zu sehen gibt es noch die Küche und die Wäscherei, in deren Keller der Duschraum und der Raum des Frisörs zu besichtigen waren. In der oberen Etage ist ein Museum mit Originalkleidungsstücken und Schuhen sowie etlichen Bildtafeln und interaktiven Informationsmöglichkeiten untergebracht.
Beeindruckt waren die Schüler von der unglaublichen Menge an Menschen, die das Lager durchliefen: Ca. 100.000 Menschen waren zwischen 1938 und 1945 in Flossenbürg zur Zwangsarbeit und ca. 30.000 von ihnen starben.
Im Tal des Todes sahen die Schüler das Krematorium und die Aschepyramide als Denkmal an die vielen verbrannten Leichen im KZ. Das alles stimmte die Schüler schon sehr nachdenklich. Hinzu kommt die Tatsache, dass es auch in Hohenstein-Ernstthal eine Außenstelle des KZs Flossenbürgs gegeben hat! Dass es das in der „eigenen Stadt“ gab, hat viele Schüler betroffen gemacht.
Im Anschluss an die ca. zweistündige Führung und etwas Zeit zum Erkunden des Museums ging es mit vielen Eindrücken wieder zurück nach Hause.
(Text und Bild: Isabel Fichtner)


